Gut, ich habe nicht viel erwartet, und dann hat ein Film es ja meist leichter, mich doch für sich einzunehmen. Nachdem ich wußte, daß Freunde aus Langeweile aus dem Film rausgegangen sind, wollte ich ihn dann doch sehen - wegen Schottland und Edinburgh, also eigentlich nur als Diashow und um schottisch zu hören. Dann fand ich die Geschichte des ödipal und sonstwie verstörten Jungen aber doch überraschend anrührend und auch unterhaltsam, zumal der Film manchmal durchaus einen gewissen schrägen Witz hat. Insgesamt viel weniger abgründig als der frühere Film des Regisseurs "Young Adam" - und mit viel mehr Optimismus. Ich hatte als Charaktere überwiegend Monster erwartet, die einen völlig kalt lassen oder gar abstoßen, aber so schräg oder unwahrscheinlich sie letztlich sind, wecken sie doch alle durchaus Sympathie oder Mitgefühl. Auch für Hallam hatte ich irgendwie Verständnis oder auch Mitleid, weil sein Spannen und seine Mutterfixierung doch sichtlich einem verstörten armen Seelchen entspringen. Und er sich damit auch immer selber verletzt.Und: klasse Musik! Nicht umsonst hat der Soundtrack den Silbernen Bären 2007 bekommen. Gibt dem Film eine rauhe Energie und Drive.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen