Mittwoch, 26. September 2007

Trauer II

Natürlich ist es ein Reflex des Mitgefühls, daß wir jeden Todesfall als Unglück für die nahe Beteiligten erleben, für die Witwe, die Waisen, die überlebenden Eltern gar oder die Geschwister. Natürlich erschreckt uns jeder Tod, weil die Trauernden unser Mitleid haben.

Natürlich stimmt uns jeder Tod traurig, weil jeder Tod ein Verlust ist, weil jeder Mensch unwiederbringlich ist.



Aber persönliche Trauer, das Gefühl, daß mir jemand weggenommen wurde, das mitunter minütliche schmerzliche Vermissen, eine schockartige Veränderung im eigenen Leben, wann erleidet man das?

Wenn ein Mensch stirbt, den wir geliebt haben. Auch wenn wir ihn vielleicht selten getroffen oder jahrelang nicht gesehen haben - wenn wir an jemandem hängen, tut es weh, wenn er aufhört, da zu sein.

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