Donnerstag, 25. Oktober 2007

ge- und mißlungene Werbung

Unlängst bin ich über zwei - nebeneinanderhängende - Werbeplakate gestolpert, beide bemerkenswert. Auf dem einen warb Fuerzabruta - irgend so n Actioneventgroßveranstaltungzirkus, sieht aus wie ein Bastard von Circe du Soleil und "Stomp" - damit, daß sie 3 Monate im "legendären Londoner Veranstaltungsort 'The Roundhouse' ausverkauft" waren. Na super. Will man eine Veranstaltung sehen, die selber so unlegendär ist, daß sie damit werben muß, an legendären Orten gegeben zu werden? Ein typischer Fall von "das weltberühmte Artistenpaar".
Brilliant dagegen das Plakat des Konzerthausorchesters Berlin, auf dem groß und untereinander schlicht steht: Gluck. Gluck. Gluck. Darunter, ganz klein: "Drei Opern von Christoph W. Gluck im Konzerthaus Berlin." Die Werbeagentur war ihr Geld echt wert!

Und nun noch der Hinweis auf einen Slogan, der das Genre weit transzendiert, indem er exakt die unstete Rastlosigkeit und nie endende Unfertigkeit des Daseins beschreibt und mich damit jeden Morgen dermaßen existentiell trifft, daß ich danach kaum den Tag zu bewältigen vermag: "Es gibt immer was tun tun."

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