Montag, 22. Oktober 2007

The Sad Truth About Hapiness

von Anne Giardini - übrigens die Tocher von Carol Shields - ist eine weitere Enttäuschung. Thema - offensichtlich - "Happiness", das ist doch immer irgendwie interessant. Mit meiner Schäche für Familiengeschichten gefiel mir der Anfang, die Kindheit der Hauptfigur und Ich-Erzählerin, erstmal gut. Floß nett und ruhig dahin, mit souveräner, abgeklärter, unaufgeregter Erzählstimme. Dann kommt recht schnell, nach ca. 30 Seiten und einem Kapitel der Clou: die Mitbewoherin entwirft Tests für Frauenzeitschriften, diesmal einen, der beantwortet, wie lang die Lebenserwartung ist. Und weil sie die Frage, ob sie glücklich sei, mit "Nein" beantwortet, sinkt ihre Lebenserwartung rapide - auf ca. 3 Monate. Schön schräg! Aber jetzt wird es leider zäh. Sie hat zwar plötzlich z.B. 3 Galane - aber warum und wieso, bleibt schleierhaft, die anfangs noch angenehm ruhige Erzählstimmer wirkt zunehmend bräsig. Irgendwie zündet das Buch nicht; Erzählstimme und der immer schriller werdende Plot werden immer disparater. Irgendwas funktioniert einfach nicht. Auch ihr Job ist ausführlich und anspielungsreich geschildert: sie führt Mammographien durch. Sicherlich sehr bedeutungsgeladen, zumal die Mutter der Autorin an Brustkrebs starb. Aber auch da: die Beschreibungen, die Bilder heben nicht ab, gewinnen keine Resonanz.
Wieder ein Buch, das ich nicht zu Ende gelesen habe.

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