Ein großer Spaß! Totaler Schwachsinn - und ein großer Spaß! Man darf keinesfalls über Handlung oder Kohärenz nachdenken. Warum trägt das Kutschpferd auf einmal einen Sattel? Warum lassen ihre ersten beiden Zauberein die böse Hexe sichtlich altern, die nächsten aber erstmal nicht? Warum ist das Einhorn so magisch, daß es die Zauberfessel einfach so, schwupps, auflösen kann, dann jedoch stumpf die Sternenfrau direkt zur bösen Hexe trägt, um danach aber wiederum den Held vor dem vergifteten Weinkelch zu retten? Man sieht schon, alles, was ein Märchen braucht, ist vorhanden, böse Hexe, Held, Sagengestalten - und ein Stern, der zur Erde gefallen sich als nettes Mädel entpuppt. Ganz hübsche Idee eigentlich. Zum ganz großen Spaß wird der Film aber durch u.a. Robert De Niro als hochkultivierte Tucke, die vor der Mannschaft den harten Piratenkapitän mimen muß, "to keep the family business". Oder Ricky Gervais, das britische Original von Stromberg als schmieriger Händler mit Schwäche des Mundschließmuskels. Das ist fast schon zu selbstverliebt und metaebenenüberdreht, wie die beiden nichtmal ansatzweise schauspielen, sondern ganz dreist sich selber bzw. sehr manieriert eine ihrer Standardlieblingsrollen geben - aber es macht einfach Spaß. Ganz groß auch die Szene der Liebeserklärung. Der Held ist gerade eine Maus, Schnitt - Gegenschnitt ist also: niedliche Claire Danes - niedliches Mäuschen. Selten hat ein Kinopublikum bei einer Liebesszene so hingerissen geseufzt wie beim Anblick der (gerührt?) zitternden Schnauze des puscheligen großäugigen Mäuschens, dem gerade bedingungslose Liebe erklärt wird.Wenn die Action überhandnimmt - Handlung kann man es kaum nennen - und sich das Ganze zum Showdown zuspitzt, wird es zunehmend öde, dann bleiben all die witzigen und netten Ideen und Dialoge auf der Strecke und es bleibt der typische Märchenblockbuster mit viel Special Effects für möglichst hohen Schauwert.
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