Der Dokumentarfilm über 10 Frauen, die 1989 beim Schönheitswettbewerb "Miss Leipzig" mitgemacht haben und was sie heute so treiben hatte zwar (unbeabsichtigt, nehme ich an) die sozialdarwinistische Message, daß es Gewinner und Verlierer gibt, war aber einfach der Frauen und des Zeithintergrundes wegen interessant.
Der dänische Jugendfilm "To Verdener" (lief jedenfalls in der Reihe Generation14plus) über eine Zeugin Jehovas, die sich in einen Normalo verliebt und dadurch in immer größere innere und äußere Konflikte gerät, war auch klasse. Beklemmend. Ich hatte erfolgreich verdrängt, wie furchtbar es ist, das Über-Ich dermassen übel reingedrückt zu bekommen. So richtig klassisch der Standardsatz des Vaters: "Es ist deine Entscheidung, aber ich halte es für keine gute Idee." Igitt. Coupable war dann wohl der interessanteste Film. Künstlich und konstruiert, völlig unrealistische und durchaus auch nervige Charaktere - mich hats trotzdem angesprochen (mein Kinobegleiter war gelangweilt und wand sich im Kinositz), und optisch war der Film toll. Irgendwie ging es um Liebe und Isoliertheit, aber wie und was genau, das blieb schwebend und leicht. Gedankenanregend. Oder doch einfach nur manieriert (wie passend, das Wort kommt vom französischen "maniéré") und langweilig? Keine Ahnung, einer der Hauptdarsteller sah wahnsinnig gut aus, da hab ich gerne hingeguckt.

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