Den Bärenfavoriten noch während der Berlinale, aber im stinknormalen Kino gesehen. Wie entspannt Kino doch sein kann: man muß die Karten nicht 3 Tage vorher mit Schlangestehen kaufen, man muß nicht 20 Min vor dem Kino auf Einlaß warten, sich dann reindrängeln als wäre das Kino der letzte Zug in die Freiheit und in einem knallvollen Kino hinter Sitzriesen sitzen.Ob 2 Stunden Betonfresse eine große schauspielerische Leistung ist, sei dahingestellt, die letzten 20 Minuten driftet Daniel Day-Lewis jedenfalls ins Knallchargenhafte ab. Das sei aber o.k., belehrt mich mein Kinobegleiter, immerhin sei er betrunken. Also nicht Daniel Day-Lewis (nehme ich mal an), sondern der dargestellte Charakter.
So ganz verstehe ich die totale Rundumbegeisterung nicht, mir scheint - wie schon bei "Magnolia" - zu entgehen, was diesen Film so dermaßen besonders und megageil macht. Er ist auf jeden Fall sehenswert und gut, toll gemacht, ja, zweifellos. Und, auch wenn das schon so oft gesagt und geschrieben wurde, ich muß doch auch nochmal in diese Kerbe hauen: die Filmmusik ist großartig, absolut überragend. Sowas in einem Hollywoodfilm zu hören - man traut seinen Ohren nicht.
2 Kommentare:
Pah!
Warum "Pah!"? War doch eine lobende Erwähnung!
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