Bislang habe ich dieses Jahr in überwiegend verzichtbaren Filmen gesessen: nach etlichem bereits vergessenen kürzlich in
Control (schwarzweiß aber trotzdem nicht aufregend) und
Once (kleiner Film aber trotzdem totaler Mainstream-Kitsch). Es hätte mir im Leben nichts gefehlt, hätte ich diese beiden Filme nicht gesehen, so richtig klassisch: Kann man sich angucken, aber wozu eigentlich? (Vielleicht habe ich auch einfach keine Musikerseele, obwohl ich völlig übereinstimme mit dem Klograffiti im rechten Damenklo des
Il Casolare "ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum". Überhaupt schöne Klograffiti in diesem Damenklo, der Satz "I love my darling" ist sicher auch konsensfähig... ist jetzt schon Klograffiti anonymisiert bzw. gibt es da auch Angst vor Vorratsdatenspeicherung, daß da keine Namen mehr genannt werden?)

Diese unselige Kette ist hoffentlich mit
Fallen von Barbara Albert unterbochen worden. Ein Film, der was mit dem eigenen Leben zu tun hat, mit Fragen und Zusammenhängen, die man kennt und beackert. (Im Gegensatz zu Control, wo ich mich eine Stunde lang fragte, was der Protagonist eigentlich genau für ein Problem hat.) Ein schöner Film. Witzig, wahr, traurig, desillusionierend, poetisch, aufrichtig.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen