Donnerstag, 30. Oktober 2008

Analogien / Lornas Schweigen II

Während des ganzen Films sah ich wie in einer Überblendung die Bilder von Francis Bacon vor mir: hier wie dort in Raster gezwungene und voneinander isolierte Einzelwesen, die die Einsamkeit nur in brutal aussehenden Verkeilungen überwinden, die nichts zärtliches oder sanftes haben. So dermaßen dieselbe Optik - und dieselbe Aussage.
Mein geradezu zwanghaft immerzu Analogien herstellendes Hirn ließ mich den Film nicht ohne dieses Drüberblenden wahrnehmen; funktionieren alle Hirne so, dass alles mit allem in Zusammenhang gebracht wird in einem ewigen Abgleichen alles bisher Erfahrenen oder Gedachten? Oder nur meins? Und: wie stellt man das ab? Es ist so anstrengend, wenn der Prozessor immer dermaßen auf Hochtouren läuft.

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