Dieser Bond-Film kommt gänzlich handlungsbefreit daher, was mich ein bißchen erschüttert, immerhin ist das Drehbuch von Paul Haggis. Statt Handlung minutenlang Schnitte im Halbsekundentakt (ich habe mitgezählt), so daß man jede Orientierung im gefilmten Raum und jeden Handlungszusammenhang verliert, selbst wenn die Handlung nur eine Prügelei ist. Wer jagt hier wen, wer greift gerade nach der Knarre, was geht hier grade überhaupt ab? Wie so oft bereits gesagt wurde: ein gänzlich untypischer Bond-Film, hart, hart und noch härter, und das vor allem optisch: die Bildausschnitte sind hart abgeschnitten, der Schnitt ist brutal hart, der Kontrast so hart, daß die Augen tränen. Der Optik nach ist der Film ein Comic, nur, irritierenderweise, mit realen Schauspielern.
Der bislang mit Abstand überzeugendste Interpretationsansatz (nicht von mir): die Bond-Filme haben sich endgültig vom Inhalt emanzipiert; es geht nur mehr um die Optik, die Bilder, quasi expressionistisch. Ja, so könnte es sein.
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