Dienstag, 9. Dezember 2008

Anonyma

Ich nutze diesen Blog als Sammellager und Ausweichdeponie für allen möglichen Kram, der mir grade so durchs Hirn wabert und habe überhaupt kein Problem damit, mir, wie eine Freundin sagte "in den Kopf gucken zu lassen", weil ich ja sowieso alle, die mich kennen und die Geduld aufbringen, sich mein Gedankenmäandere anzuhören, damit zutexte.
Der unwahrscheinliche Fall, dass mir Unbekannte den Blog lesen, läßt mich auch kalt - was kratzt es mich, was irgendjemand, den ich nicht kenne, und der nicht weiß, wer ich bin, von mir liest? Das ist eben genau der Segen der Anonymität.
Kürzlich habe ich aber mal ernsthaft - und länger! - darüber nachgedacht, ob es sowas wie ein für andere nicht zugängliches Blog gibt, also ein Blog, das nicht gelesen werden kann - und ich bin tatsächlich erst nach etlichen Denkminuten drauf gekommen, daß es das in der Tat gibt: man nennt es Tagebuch.
Früher gab's das in Papierform, heute böte sich eine Datei auf dem eigenen Rechner an... wie Web 2.0 ist das denn, daß ich da ernsthaft nicht sofort drauf gekommen bin?

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