
Die Rezensionen waren durchweg so angetan, daß meine Zweifel (Doppelrolle Mutter und Tochter, da werd ich schon vorsichtig) hinweggefegt wurden; zu Unrecht. Mag ja an mir liegen, aber ich fand Story und Erzählweise unangenehm konstruiert und überfrachtet. Und vor allem kann ich nicht die Ansicht teilen, daß man nicht merkt, daß es ein Abschlußfilm ist - ich finde, man merkt sehr deutlich, daß der Regisseur seinen Themen - u.a. Schuld und individuelle Verantwortung - (noch) nicht gewachsen ist. Zuviel krampfhaft symbolische Handlungen und Bilder, zuwenig erfahrener Schmerz. Zumal man den Personen nicht wirklich nahe kommt, sie bleiben alle so fern und fremd, daß zumindest ich kein wirkliches Interesse entwickelt habe; was besonders befremdlich war, als man sich von der Besetzung her in einem Andreas-Dresen-Film wähnte, aber in dessen Filmen ist man eben ganz dicht an den Figuren dran und lebt mit ihnen mit - hier nicht.
Ein Film, der seinen eigenen Ansprüchen nicht recht gerecht wird.
Und mein Urteil bestätig: nichts angucken, weder Theaterstück noch Film, in dem Ulrich Matthes mitspielt. Der nervt immer nur mit seiner manischen und trotzdem so dermaßen flachen Spielweise und offenbar bürgt sein Mitwirken stets für Nicht-Qualität.
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