
Mein erster Film der diesjährigen Berlinale am Samstag nachmittag; eine Wiederholung des Panorama-Eröffnungsfilms. Und: gequirlte Scheiße. Wirklich der schlechtes Film seit gefühlt mindestens einem Jahr. Er will Rock'n Roll sein, wild und aufregend - und ist dabei nur klischeehaft und platt. Eine hundertmal gesehene abgedroschene Einstellung jagt die nächste (Liebespaar im Gegenlicht vor Fenster mit - ja wirklich, mit! - leise wehenden Gardinen, um Finger kreisende Pistolen etc. Auch extreme Froschperspektive und schräge Bildausschnitte bleiben nicht 2 schier endlose Stunden lang interessant. Die Schnitte bzw. Überblenden vom Jetzt (Marseille, sepiafarben) zur Vergangenheit (Balkankrieg, Kosovo, blaugrau) sind schlecht, die Dialoge sind zum Davonlaufen, entweder unerträglich kindisch-kitschig oder wie abgelesene Vorträge zum Thema Assimilation oder Sozialdarwinismus - grauenvoll. Das kommt sogar die wunderbare Hiam Abbass scheiße rüber. Der Film wird dem Thema des Balkankrieges und Integration von Einwanderern sowas von nicht gerecht - zuviel "Lady Vengeance", zuviel sinnleere Effekthascherei, zu wenig Gedanken oder von mir aus auch Gefühl - und zuviel Möchtegern-Luc-Besson, der in meiner Achtung gestiegen ist, denn er hat den Film produziert, sich aber dann von ihm distanziert.
Mein Trost: die Qualität der Berlinale-Filme kann nur besser werden!
Mein Trost: die Qualität der Berlinale-Filme kann nur besser werden!
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