
Jawoll, so ist es dann auch: der neue Film von Hans-Christian Schmid im Wettbewerb am Samstag abend ist richtig gut. Seine wie immer nüchterne und klare und trotzdem schöne Bildersprache gewinnt immer mehr an Eindringlichkeit, je länger der Film dauert: die Gänge, durch die die Personen immerzu laufen und die mit Karten auf- oder zugeschlossen werden wirken immer beengender, immer mehr wie ein Gefängnis, insgesamt alles immer intensiver. Die Hauptdarstellerinnen sind großartig, ebenso die Nebendarsteller allesamt, und die Geschichte über einen Prozeß vor dem Gerichtshof in Den Haag ist nah an der Verfahrensrealität, überzeugend, klug und trotzdem sehr berührend.
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