Freitag, 15. Mai 2009
Alles neu
O.k., jetzt hab ich nachgeguckt: auch nach neuer Rechtschreibung heißt es "Maßstäbe". Wie peinlich.
Mittwoch, 13. Mai 2009
Massstäbe
Wird das nach neuer Rechtschreibung wirklich so geschrieben, sieht ja völlig absurd aus, egal, jedenfalls müssen diese ja wohl so ziemlich den Bach runtergegangen sein, wenn von einem Film immerzu als bestes bzw. bemerkenswertestes Feature der krude übertriebene Akzent einer Nebenfigur hervorgehoben wird - und es dann im Anschluß heißt, der Film sei gut.
Montag, 11. Mai 2009
Le premier jour du reste de ta vie
Der wunderbare Film läuft im deutschen Kino unter dem deutschen (ha!) Verleihtitel "C'est la vie - so ist das Leben" und ist der schönste Film, den ich seit langem gesehen habe. Gewiß, die Dramaturgie schürzt manchmal etwas heftig und rückt Freud und Leid hart am Klischee entlangschrammend oder auch mittenrein semmelnd arg dicht aneinander; aber die Bilder sind bei aller verhaltenen Eleganz angenehm lakonisch und unaufdringlich witzig - fast wie ein Komödien-Subtext unter der Geschichte. Und das Thema der ständig flüchtigen Gegenwart, der Nostalgie und Trauer um das Verrinnen der Zeit, die manchmal schwer erträgliche Gleichzeitigkeit der verschiedenen Zeiten im Bewußtsein - ein Thema voller Resonanz, das hier erstaunlicherweise ohne sinnträchtige Schwere sehr menschlich und behutsam in die Handlungsstränge eingesetzt wird: leicht, ohne oberflächlich zu werden. Die vorletzte Szene dann ist ein so überaus zärtliches, herzzerreißendes Bild für sehnsuchtsvolle Trauer, dies allein origineller und eindringlicher als manch kompletter Film.
Sonntag, 10. Mai 2009
Star Trek
Langweilig. Uninteressant. Unwitzig. Einzig geil: warum sehen die Sternenflottenuniformen nur ca. 5-10 Jahre vor der Originalserie (jetzt in Star-Trek-Zeit) aus wie 100 Jahre früher designt? Warum fieser Grobstrick auf Vulkan? Warum Wiona Ryder für ne Rolle besetzen, für die sie (schlecht) 20 Jahre älter geschminkt ist?
Fragen ans Star-Trek-Universum...
Fragen ans Star-Trek-Universum...
Sonntag, 3. Mai 2009
Macht
Macht ist mir per se suspekt; allein das Streben nach Macht scheint mir fragwuerdig, zu nah (!s. letzter Post) verwandt mit Manipulation nehme ich das Konzept "Macht" wahr. Macht hat man ueber jemanden - und das macht diesen wiederum machtlos.
Was aber, wenn Macht auch verstanden werden koennte als die Faehigkeit, andere zu einem Handeln zu motivieren, das anders nicht zustande kaeme?
Das wuerde bedeuten, es wird aus intrinsischer Motivation agiert, die aber ohne die "Macht" des Gegenuebers so nicht entstanden waere.
So erfuellen wir doch - gerne, aus freien Stuecken und wahrhaft ungezwungen - Wuensche eines geliebten Menschen; der so, selbstverstaendlich, Macht ueber uns hat. Oder uns Macht gibt? Denn wir haben es in der Hand, den Wunsch zu erfuellen - oder nicht. (s. auch www.thisisindexed.com vom 30.4.09!)
Ist Macht vielleicht nicht die Einwegbeeinflussung, als die ich es bislang wahrgenommen habe?
Was aber, wenn Macht auch verstanden werden koennte als die Faehigkeit, andere zu einem Handeln zu motivieren, das anders nicht zustande kaeme?
Das wuerde bedeuten, es wird aus intrinsischer Motivation agiert, die aber ohne die "Macht" des Gegenuebers so nicht entstanden waere.
So erfuellen wir doch - gerne, aus freien Stuecken und wahrhaft ungezwungen - Wuensche eines geliebten Menschen; der so, selbstverstaendlich, Macht ueber uns hat. Oder uns Macht gibt? Denn wir haben es in der Hand, den Wunsch zu erfuellen - oder nicht. (s. auch www.thisisindexed.com vom 30.4.09!)
Ist Macht vielleicht nicht die Einwegbeeinflussung, als die ich es bislang wahrgenommen habe?
Samstag, 2. Mai 2009
Aehnlichkeiten
Interessanter Gedanke von Robert Spaemann in der letzten "Zeit": Aehnlichkeit ist ein Unterbegriff von Ferne; alles laesst sich zueinander in Beziehung setzen unter dem Begriff von Naehe, auch Ferne, denn unendliche Ferne gibt es nicht, nur weniger grosse Naehe. Aehnlichkeit ist eine qualitative Naehe. Gefuehlte Naehe nennen wir Sympathie oder Liebe - wobei Spaemann ausdruecklich darauf hinweist, dass es in allen Bereichen ein Irrtum ist, Aehnlichkeit zu verstehen als partielle Identitaet und partielle Verschiedenheit. Allein dieser Teilgedanke: wow! Ja - und wie wichtig!
(Kann ich mir diesen Begriff vorstellen im Konzept eines Gegenuebers, das ein Ich mit Eigensinn ist, ohne aufzuhoeren, Gemeinsamkeiten zu teilen? Oder widerspricht es dem gerade?)
"Alles, was ist, ist Anderem, was ist, aehnlich, sonst koennten wir von ihm nicht sprechen und nicht wissen... Naehe und Ferne zu Anderem ist konstitutiv fuer das, was ist. Aber verstehen wir, was Naehe und Ferne ist? Ich wuerde es gern verstehen."
Ja, ich auch.
(Kann ich mir diesen Begriff vorstellen im Konzept eines Gegenuebers, das ein Ich mit Eigensinn ist, ohne aufzuhoeren, Gemeinsamkeiten zu teilen? Oder widerspricht es dem gerade?)
"Alles, was ist, ist Anderem, was ist, aehnlich, sonst koennten wir von ihm nicht sprechen und nicht wissen... Naehe und Ferne zu Anderem ist konstitutiv fuer das, was ist. Aber verstehen wir, was Naehe und Ferne ist? Ich wuerde es gern verstehen."
Ja, ich auch.
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