Interessanter Gedanke von Robert Spaemann in der letzten "Zeit": Aehnlichkeit ist ein Unterbegriff von Ferne; alles laesst sich zueinander in Beziehung setzen unter dem Begriff von Naehe, auch Ferne, denn unendliche Ferne gibt es nicht, nur weniger grosse Naehe. Aehnlichkeit ist eine qualitative Naehe. Gefuehlte Naehe nennen wir Sympathie oder Liebe - wobei Spaemann ausdruecklich darauf hinweist, dass es in allen Bereichen ein Irrtum ist, Aehnlichkeit zu verstehen als partielle Identitaet und partielle Verschiedenheit. Allein dieser Teilgedanke: wow! Ja - und wie wichtig!
(Kann ich mir diesen Begriff vorstellen im Konzept eines Gegenuebers, das ein Ich mit Eigensinn ist, ohne aufzuhoeren, Gemeinsamkeiten zu teilen? Oder widerspricht es dem gerade?)
"Alles, was ist, ist Anderem, was ist, aehnlich, sonst koennten wir von ihm nicht sprechen und nicht wissen... Naehe und Ferne zu Anderem ist konstitutiv fuer das, was ist. Aber verstehen wir, was Naehe und Ferne ist? Ich wuerde es gern verstehen."
Ja, ich auch.
Samstag, 2. Mai 2009
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