Freitag, 3. September 2010
The Needle's Eye
ist ein älterer Roman von Margaret Drabble, aus den 70ern, und anders als z.B. "The Gates of Ivory" deutlicher seiner Entstehungszeit verhaftet. Die Gräben zwischen den Klassen und Geschlechtern, Ansichten und Einstellungen, die Feinheiten in Lebensstil und Weltanschauungen sozialer Aufsteiger sind deutlich 70er Jahre. Die Wahlmöglichkeiten des Lebensstil und dessen Äußerungen sind deutlich enger und begrenzter, weniger ausdifferenziert als man es heute erlebt. Auch den Stil finde ich ungeschliffener, schwerfälliger, gewollter als in ihren späteren Werken, die Häufung von Wiederholungen z.B. nervt zu Beginn etwas. Alles in allem "more heavy-handed". Trotzdem wie jeder ihrer Romane schön zu lesen, ihre Dialoge sind einfach wunderbar, ihre Charakterbeschreibungen so differenziert und wahr - und wie immer ihr zentrales Thema "wie soll man leben" einfach packend nach den wenig relevanten Büchern in letzter Zeit.
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